Es ist eine der unangenehmsten Situationen, die uns im Fitnessstudio passieren kann: Du trainierst konzentriert an der Bank oder beim Squat, und plötzlich ertönt ein lautes, unerwartetes Geräusch. Du hast gepupst. Während du vielleicht schnell versuchst, dich zu beruhigen, steigen dir Gedanken wie „Oh nein, alle haben das gehört!“ oder „Wie komme ich aus dieser Situation wieder raus?“ in den Kopf. Doch keine Sorge, du bist nicht allein – solche Zwischenfälle sind häufiger, als man denkt, und es gibt Möglichkeiten, diese peinliche Situation zu meistern.
Warum passiert das überhaupt?
Es gibt verschiedene Gründe, warum sich beim Training Gase entladen können. Besonders bei Übungen, die den Bauch oder den Beckenboden beanspruchen – wie Kniebeugen, Kreuzheben oder auch Bauchmuskelübungen – wird der Körper gedrückt und kann Gase freisetzen. Auch die Atmung spielt eine Rolle: Wenn wir beim Heben von Gewichten tief ein- und ausatmen, kann Luft in den Darm gelangen, was ebenfalls zu einem Pupsen führen kann.
Ein weiterer Faktor ist die Ernährung. Bestimmte Nahrungsmittel, wie Bohnen, Zwiebeln oder kohlensäurehaltige Getränke, können vermehrt Blähungen verursachen. Wenn du also vor dem Training etwas isst, das Gasbildung fördert, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du beim Training „unbeabsichtigt“ einen Laut von dir gibst.
Wie gehe ich mit der Situation um?
1. Ruhe bewahren
Das A und O, wenn es zu einem „Pups-Unfall“ kommt, ist, ruhig zu bleiben. Auch wenn es unangenehm ist, solltest du dich nicht unnötig stressen oder in Panik geraten. Jeder hat schon mal einen solchen Moment erlebt, und die meisten Menschen sind verständnisvoller, als du denkst.
2. Entschuldigen – aber nicht übertreiben
Falls du das Gefühl hast, dass es sehr laut war und vielleicht sogar einige Blicke auf dich gezogen hat, kannst du dich schnell entschuldigen. Ein einfaches „Entschuldigung“ oder „Ups, das war nicht geplant!“ reicht völlig aus. Übertreibe es nicht, indem du dich unnötig entschuldigst – das könnte die Situation noch unangenehmer machen.
3. Lächeln und weitermachen
Der Schlüssel zu einer solchen Situation ist, sie mit Humor zu nehmen. Ein Lächeln und eine lockere Haltung können viel dazu beitragen, die Stimmung zu entschärfen. Wenn du über dich selbst lachen kannst, werden es auch andere tun. Lächeln zeigt den anderen, dass du die Situation nicht allzu ernst nimmst und sie schnell hinter dir lässt.
4. Mach dir keine Sorgen über die anderen
Die meisten Menschen im Fitnessstudio sind mit ihrem eigenen Training beschäftigt und haben kaum Zeit, sich über den „Pups“ eines anderen zu sorgen. Du wirst feststellen, dass sich die meisten Menschen kaum erinnern werden – und wenn doch, dann höchstwahrscheinlich nur mit einem Lächeln, weil sie selbst schon in einer ähnlichen Situation waren.
Tipps, um solche Situationen zu vermeiden
Während es also völlig normal ist, dass solche Missgeschicke passieren, gibt es einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um das Risiko zu minimieren:
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Achte auf deine Ernährung vor dem Training
Vermeide Lebensmittel, die Blähungen fördern, wie z. B. Bohnen, Kohl, Zwiebeln oder kohlensäurehaltige Getränke, vor dem Training. Eine leichte Mahlzeit oder ein Snack, der leicht verdaulich ist, hilft, die Wahrscheinlichkeit von Blähungen zu reduzieren. -
Atme richtig
Achte darauf, deine Atmung während des Trainings zu kontrollieren. Atme tief und gleichmäßig, um Luftansammlungen im Bauch zu vermeiden. Wenn du besonders intensive Übungen machst, wie beim Heben von Gewichten, versuche, während der Anstrengung auszuatmen, anstatt die Luft anzuhalten. -
Vermeide zu viel Luft im Bauch
Achte darauf, nicht zu viel Luft zu schlucken. Das passiert häufig beim Trinken von Getränken während des Trainings, insbesondere bei kohlensäurehaltigen Getränken. Diese können nicht nur Blähungen verursachen, sondern auch dazu führen, dass du während des Trainings Luft im Bauch hast. -
Setze auf ruhige Übungen
Wenn du weißt, dass du zu den Personen gehörst, die bei intensiven Übungen oder bestimmten Bewegungen dazu neigen, Gase zu entlassen, kannst du in der Zwischenzeit auf ruhigere Übungen ausweichen. Vielleicht legst du eine kurze Pause ein oder wechselst zu einer Übung, die weniger Druck auf deinen Bauch ausübt.
Fazit: Kein Grund zur Panik
Es gibt keinen Grund, sich übermäßig zu schämen, wenn dir im Fitnessstudio ein kleines Missgeschick passiert. Jeder hat mal gepupst – und es ist sicher nicht das Schlimmste, was im Fitnessstudio passieren kann. Wichtig ist, dass du ruhig bleibst, die Situation mit einem Lächeln meisterst und das Ganze nicht größer machst, als es ist. In der Regel werden die meisten Menschen das gar nicht so ernst nehmen, und du kannst dein Training ohne weitere Probleme fortsetzen.